S66 • Franziskus-Haus Kleve

Aktives und gemeinschaftsorientiertes Leben bis ins hohe Alter – das ist der Leitsatz des vom KAN betriebenen Franziskus-Haus in Kleve. Um diesem Konzept Raum zu geben, sollte das ehemalige Gebäude, in dem die Einrichtung von Einzelzimmern mit rollstuhlgerechten Bädern nicht möglich war, einem Neubau Platz machen. Mit dem Neubau ergab sich die Möglichkeit, auch die Gestaltung der Wohnbereiche, mit dem Ziel, Interaktion zu fördern, neu zu denken: hin zu einem Wohngruppenkonzept, in dem die Bewohner der 60 privaten Zimmer Zugang zu in der Gruppe geteilten Gemeinschaftsküchen und weiteren gemeinschaftlichen Flächen bekommen. Wie die halb-öffentlichen Außenflächen sind diese gezielt geplant, um die Interaktion zwischen den Bewohnern zu erhöhen und soziale Kontakte zu stärken.

Ausgehend vom großzügigen Eingangsbereich, der zur Interaktion mit anderen Bewohnern und Besuchern einlädt, folgen die Verkehrsflächen im Gebäude einem klaren Farbkonzept, welches den Bewohnern bei der Orientierung hilft und nebenbei für ästhetische Einheit innerhalb der Bereiche sorgt. Da das Bestandsgebäude auch eine Kapelle enthielt, welche für viele Bewohner ein wichtiger Ankerpunkt war, wurde auch im Nachfolgebau ein Raum geschaffen, der für Gebet, Andacht oder Meditation genutzt werden kann. Die besondere Rolle der neuen Kapelle wird durch ihr in Material und Formensprache abgesetztes Äußeres auch für Passanten lesbar.

Das Dach des Gebäudes ist durchweg als Gründach ausgeführt und in großen Teilen mit PV-Modulen ausgestattet, um den Energiebedarf des Gebäudes und die Kosten für die Bewohner zu senken.